Wolfgang Neuss Salon
18:00h
Eintritt: 24.00 €, Ermäßigt: 19.00 €, Studenten (nur im VVK): 12.00 €
Frau in schwarzem Hemd mit Kette deutet mit ausgestrecktem Arm nach rechts, im Hintergrund unscharfe Person mit roter Kopfbedeckung, dunkler Raum mit Holzstruktur.
Theater

ZweitZeuge - Opa war ein Nazi

Ein Theaterstück von und mit Ilka Vierkant (ab 13 Jahre)

Regie: Michael Vogel

Wie kann ein Holocaust-Überlebender einer Enkelin eines Nazi-Täters gegenübertreten? In „ZweitZeuge“ beschreiten Jean Vaislic und Ilka Vierkant den schmerzhaften Weg dieser Konfrontation. Beide leben im Gebot des Schweigens – aus unterschiedlichen Gründen. Die Enkelin begibt sich in den Prozess der Entdeckung der verborgenen Geschichten im Herzen der eigenen Familie.

Ilkas Opa Werner war Reichsbahndirektor für die Ostgebiete. Auschwitz-Überlebender Jean musste als KZ-Insasse in Auschwitz-Birkenau Gleise verlegen, die dieser Großvater geplant haben könnte. Die Begegnung mit Jean in Toulouse wird für die Schauspielerin, die viele Jahre mit FAMILIE FLÖZ durch Europa getourt ist, zum Anstoß, einen poetischen Figurentheater-Abend gegen das Vergessen zu entwickeln – inspiriert von den Worten von Jean Vaislic: „Wenn ich einem schlechten Gedanken nachgebe, existiere ich nicht mehr. Wenn mich also ein schlechter Gedanke überkommt, denke ich an Blumen.“

Eine deutsch-französisch und auch polnische Geschichte zwischen den Generationen.

Fotos: Sascha Kreklau

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Bühnenbild: Links eine Puppe in braunem Mantel und kariertem Hemd, rechts eine sitzende Person in Schwarz am Tisch mit Akkordeon und Fächer, dunkler Hintergrund mit Lichtakzenten.